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Angst vor Fake-Rabatten: Händler stoßen auf Misstrauen vieler Kunden

Veröffentlicht: 12.11.2025
imgAktualisierung: 12.11.2025
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
12.11.2025
img 12.11.2025
ca. 2 Min.
Rabatte und Schnäppchen: Schriftzug Black Friday, weiß auf rotem Grund
HITO98 / Depositphotos.com
Schwere Zeiten für Händler: Eine Ebay-Umfrage zeigt, dass viele Kunden in Deutschland gegenüber Weihnachtsrabatten skeptisch sind.


Händlerinnen und Händler, die den Black Friday als Umsatz-Boost nutzen wollen, sollten zwei Faktoren ganz konkret in den Fokus rücken: Transparenz und Vertrauen. Denn laut einer aktuellen Umfrage, die der Marktforscher Civey im Auftrag von Ebay Advertising durchgeführt hat, zweifelt fast die Hälfte der 2.500 befragten Konsumenten in Deutschland an der Echtheit vieler Rabatte. Satte 48 Prozent befürchten Fake-Rabatte, die etwa durch gezielte Preissteigerungen im Vorfeld größer wirken als sie eigentlich sind.

Wie preissensibel die hiesige Kundschaft aktuell ist, zeigt sich auch an einem anderen Ergebnis: Knapp ein Drittel (30 Prozent) gab an, auf Black-Friday-Angebote verzichten zu wollen, wenn die Preise trotz des gewährten Rabatts noch immer als zu hoch empfunden werden.

Händler müssen mit Seriosität punkten

„Die Botschaft der Konsument:innen ist klar: Sie wollen am Black Friday echte Rabatte und seriöse Anbieter“, stellt Ebay ein weiteres Kernergebnis heraus. Denn der Studie zufolge hat fast jeder Vierte (23 Prozent) Zweifel an der Glaubwürdigkeit bzw. Seriosität mancher Online-Shops – gerade durch künstliche Intelligenz (KI) lassen sich gefälschte Auftritte vergleichsweise einfach erstellen.

In die gleiche Kerbe des Misstrauens schlägt die Aussage von 19 Prozent der Kundinnen und Kunden, dass sie aufgrund negativer Händlerbewertungen von einem möglichen Black-Friday-Kauf absehen würden. Sellern ist daher anzuraten, gezielte Maßnahmen auf die Beine zu stellen, um potenzielle Bedenken auszuräumen und das Vertrauen in die eigenen Angebote zu stärken.

Diese Kunden sind besonders misstrauisch

Doch nicht nur Fake-Rabatte, schlechte Bewertungen und Angst für KI-Betrug beschäftigen die Kundinnen und Kunden. Ebenfalls als Hürden stellt die Analyse etwa hohe Versandkosten (11 Prozent), fehlende Nachhaltigkeit (10 Prozent) sowie unklare Produktbeschreibungen (10 Prozent) bei Black-Friday-Angeboten heraus.

Dabei zeigt sich die junge Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen mit Blick auf Rabattaktionen besonders kritisch: Hier gaben 65 Prozent an, dass fehlende „echte“ Rabatte der Top-Grund sind, keinen Einkauf zu tätigen. Bei den 40- bis 64-Jährigen ist es etwa die Hälfte, die Zweifel an der Echtheit vieler Rabatte hat. Darüber hinaus sind Black-Friday-Angebote trotz Rabattierungen für vier von zehn Familien mit Kindern (39 Prozent) noch immer zu teuer.

„Beim diesjährigen Black Friday schauen die Konsument:innen genauer auf die Angebote als in den Jahren zuvor. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen deutlich: Vertrauen und Transparenz sind die entscheidenden Faktoren – vor allem, wenn vermeintliche Rabatte und unseriöse KI-Shops hinterfragt werden“, kommentiert Ebays Director Enterprise Seller Development, Arnaud Valion Gueutal.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 12.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 12.11.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Andreas
13.11.2025

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Was für Rabatte ? Bei der Gebühren- & Anzeigen-Struktur von eBay, die für gewerbliche Verkäufer gelten, kann sich kein seriöser Händler mehr Rabatte leisten. Das können nur noch Schein-Private und Privatverkäufer machen ( Auf Kosten der gewerblichen Händler ). Steuerhinterziehung und unlauterer Wettbewerb werden von der Politik weiterhin toleriert und durch das unsägliche PStTG sogar noch gefördert.
Frank2
13.11.2025

Antworten

Produktbeschreibungen als Punkt für Fake Rabatte zu nehmen ist schmarn, Produktbeschreibungen sind eh immer Grottig. z.B. Zuletzt Seniorentelefon für den Dunstkreis bestellt, Ladegerät ist keines dabei, dafür aber ein Ladekabel, das Telefon selber hat anscheinend einen USB-C Anschluss - so nu die Frage welchen Anschluss hat die andere Seite vom Kabel, auch USB-C oder USB-A? Was für ein Ladegerät brauche ich jetzt dafür? Um auf die Pseude Black Ramsch Rabatte zurückzukommen, vor ein paar Jahren hat meine Nachbarin im September sich einen Fernseher ausgesucht, und da es aber nicht eilig war gedacht warten wir mal auf Black Dinges Tag und sonstige Ramschwochenangebote die Kommen. Ergebnis: Der Fernseher wurde im Preis hochgesetzt und ein Rabatt von X Euro ausgewiesen, so dass der Fernseher trotz des Rabatts teurer war wie im September.
K.I
13.11.2025

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Meinung: einfach den Black Friday abschaffen! Dann sind alle auf der sicheren Seite - keiner fühlt sich vom Händler betrogen und kein Händler muss wahnsinnigen Retoure Kosten nach Weihnachten fürchten. Amazon und DHL könnten ihren Peak Zuschlag abschaffen, der Umwelt wäre geholfen! Alles ist so schön einfach ohne Black Friday!
JL
13.11.2025
Absolut! Dabei sind die wahren Nutznieser von diesem Marketing-Quatsch eh nur Plattformen, Google, Meta und Abmahnanwälte. Einfach nicht mitmachen, fertig.