Brian Acton und Jan Koum wurden mit dem Verkauf ihres Unternehmens WhatsApp an Facebook reich. Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal kehrten beide Gründer dem US-Konzern aber den Rücken und rechneten mit dem Management ab – Brian Acton findet heute aber auch selbstkritische Worte.
Rund ein Jahr nach einem Abgang von Facebook hat sich WhatsApp-Gründer Brian Acton zu Wort gemeldet. Das Facebook-Management kritisiert er bei deutlich: „Sie sind Geschäftsleute, sie sind gute Geschäftsleute“, räumt Acton gegenüber Forbes ein. „Sie stehen nur für eine Reihe von Geschäftspraktiken, Prinzipien und Ethik, und Grundsätzen, mit denen in nicht unbedingt übereinstimme.“
So hatte Acton, als es um die Monetarisierung von WhatsApp ging, vorgeschlagen, einen kleinen Geldbetrag von den Nutzern zu verlangen, sobald sie eine gewisse Zahl an kostenfreien Nachrichten verschickt hatten – damit hätte das Unternehmen kein Geld durch Werbeanzeigen, sondern durch Nutzer mit großen Nachrichtenmengen verdient. Ein Vorschlag, der von Facebook-Managerin Sheryl Sandberg niedergeschmettert wurde. „Sie sagte: ‚Das skaliert nicht.‘“, erinnert sich Acton. „Ich habe ihr da einmal widersprochen. Ich sagte: ‚Nein, du meinst nicht, dass es nicht skaliert. Du meinst, dass es nicht so viel Geld bringt wie…‘ und da druckste sie herum. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt klargemacht.“
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