Der Druck steigt nun täglich: Die US-Handelsbehörde FTC hat Ermittlungen gegen Facebook aufgenommen. Gleichzeitig drohen zahlreiche Großkunden dem sozialen Netzwerk mit dem Werbestopp. Die Facebook-Aktie befindet sich im Sinkflug.
Der Skandal um Cambridge Analytica zieht immer weitere Kreise. Nun hat sich auch die FTC, die Handelsbehörde der USA, eingeschaltet und offiziell Ermittlungen gegen Facebook aufgenommen. Wie das Handelsblatt berichtet, hatte die Washington Post bereits vergangene Woche von den Ermittlungen berichtet. Die Aktie des Unternehmens sackte am Montag um fünf Prozent ab. Zeitweise fiel der Kurs sogar um acht Prozent, bevor er sich wieder leicht erholt hatte.
Auch die deutsche Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) erhöhte den Druck auf Facebook. Sie hat sich Heise Online zufolge mit Vertretern des Unternehmens getroffen und verdeutlicht, dass die Bundesregierung auf Aufklärung im Datenskandal besteht. Facebook habe sich in dem Gespräch dazu verpflichtet, alle Betroffenen zu informieren. Das Unternehmen habe Verstöße und Versäumnisse eingeräumt und gelobte Besserung.
Mark Zuckerberg selbst bemüht sich unterdessen ebenfalls um die Rückgewinnung des Vertrauens. In Fernseh-Interviews entschuldigte sich der Facebook-Chef und schaltete zudem eine ganzseitige Anzeige in verschiedenen Zeitungen, in der er die Nutzer um Entschuldigung bat.
Kommentar schreiben