Die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern hatte sich das Datenunternehmen Cambridge Analytica zu Eigen gemacht – und dann damit Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl genommen. Facebook soll seit Jahren von dem Datenklau gewusst haben. Nun folgen Klagen, Vorladungen und heftige Kritik.
Mark Zuckerberg dürfte sich in diesen Tagen wohl die Kritik an Facebooks Umgang mit Daten aus den vergangenen Jahren zurückwünschen. Denn während das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder kritisch betrachtet wurde und den einen oder anderen Klaps auf die Hand hinnehmen musste, bedroht der aktuelle Skandal um das Datenunternehmen Cambridge Analytica die Integrität der Plattform. Das Ausmaß des Skandals übersteigt alles, mit dem sich Zuckerberg wohl jemals auseinandersetzen musste.
Nachdem bekannt geworden war, dass Cambridge Analytica die Daten von über 50 Millionen Nutzern abgegriffen hat und anhand dieser Daten eine Software für die Verbreitung von individualisierten, politischen Anzeigen auf Facebook entwickelt wurde, stürzte die Aktie des sozialen Netzwerks ab. Die Investoren fürchten, dass dieser Skandal die Geschäftsergebnisse trüben könnte. Der Unternehmenswert von Facebook ist inzwischen um rund 50 Milliarden Dollar gesunken.
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