Google hat der indischen Wettbewerbsaufsicht zufolge seine Marktmacht missbraucht. Der Suchmaschinenbetreiber soll die eigenen Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt haben. Dafür hat die Wettbewerbsaufsicht nun eine Millionenstrafe ausgesprochen.
Die Wettbewerbsaufsicht Indiens hat eine Strafe in Höhe von 1,36 Milliarden Rupien (rund 17 Millionen Euro) gegen Google ausgesprochen. Der Suchmaschinenbetreiber soll seine Marktposition missbraucht haben. Google habe in den Suchergebnissen seine eigenen Dienste prominent platziert, erklärte die Wettbewerbsaufsicht in ihrem Bericht. Die veranschlagte Geldstrafe entspreche fünf Prozent des durchschnittlichen Gesamtumsatzes, den Google in Indien zwischen 2013 und 2015 erwirtschaftete.
Google habe mit seinem Verhalten Mitbewerbern und auch Nutzern geschadet. „Google nutzt seine starke Position im Online-Suchgeschäft, um Nebenmärkte zu erschließen und seine Position dort zu stärken“, heißt es im Bericht der indischen Wettbewerbsaufsicht. „Das schadet nicht nur Mitbewerbern in vertikalen Märkten, sondern auch anderen Website-Betreibern direkt, da ihre Websites in den Suchergebnissen heruntergesetzt werden und sie deshalb weniger Klicks als Ergebnis geringerer Besuche erhalten. Zudem schadet es den Nutzern, die nicht länger die relevantesten Ergebnisse oben angezeigt bekommen.“
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