Facebook ist die stete Kritik an seiner Steuerpraxis offenbar leid: Das Unternehmen hat nun erklärt, dass die Werbeerlöse vermehrt dort versteuert werden sollen, wo die Gewinne erzielt wurden. Damit dürfte Facebook auch sein Image wieder aufpolieren wollen.
Deutschland dürfte sich in Zukunft wohl auf höhere Steuereinnahmen freuen: Facebook hat als eines der ersten großen Tech-Unternehmen erklärt, seine Gewinne künftig vermehrt dort zu versteuern, wo sie erzielt werden. Bislang hat das Unternehmen sämtliche Werbeerlöse im internationalen Hauptquartier in Irland verbucht. Das Land gehört mit seinen niedrigen Steuersätzen neben Luxemburg zu den beliebtesten Standorten für internationale Konzerne, um dort ihr Hauptquartier aus eben diesem Grund zu errichten.
Wie das Handelblatt berichtet, hat Facebook seine neue Steuermoral am Dienstag in einem Blogbeitrag verkündet. Das Unternehmen wolle künftig überall dort, wo es ein Büro betreibt und dort mit einem Team Werbekunden gewinnt, diese Umsätze verbuchen. Mehr als zwei Dutzend Länder seien von dem Schritt betroffen und dürften sich in Zukunft also auf höhere Steuereinnahmen freuen – darunter eben auch Deutschland. Werbeeinahmen, die Facebook über seine Selbstbedienungsplattform generiert, sollen Heise Online zufolge aber weiterhin in Dublin versteuert werden. Da dieser Weg von „Millionen kleinen und mittleren Unternehmen“ genutzt werde, dürfte das einen nicht unerheblichen Teil der Werbeeinahmen ausmachen.
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