Die Erfolgsgeschichte von Facebook sucht ihresgleichen. Das soziale Netzwerk kann nach aktuellen Zahlen im Monat rund zwei Milliarden aktive Nutzer vorweisen. Dass mit solch einer immensen Verbreitung und Macht auch die Befürchtung eines Machtmissbrauchs aufkommt, ist nicht ungewöhnlich. Auch von deutscher Seite wächst das Misstrauen.
Missbraucht Facebook seine Marktmacht und nutzt diese zum Nachteil der Nutzer? – Dieser Frage soll das Bundeskartellamt aktuell nachgehen. Wie ZDNet schreibt, wird dem US-amerikanischen Konzern vorgeworfen, „die Angst vor sozialer Isolation“ zu schüren und auszunutzen, um auf diesem Wege an die Daten der Verbraucher zu kommen. Auch die Erhebung und Nutzung bestimmter Daten – inklusive Zugriff auf das Surfverhalten der User – wird demnach kritisch beäugt.
„Soziale Isolation“ mag in diesem Zusammenhang vielleicht erst einmal überspitzt klingen, doch ein gewisser Druck auf die Nutzer dürfte tatsächlich vorhanden sein. Und zwar nicht nur durch Familie / Freunde / Bekannte und andere User, die eben die Gemeinschaft des Netzwerkes bilden, sondern auch durch Nachrichten, in denen Facebook zum Beispiel darauf hinweist, dass ein Nutzer schon lange nicht mehr aktiv war oder es Freunde gibt, die ihn vermissen würden, wenn er sein Konto deaktiviert.
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