Aus rechtlicher Sicht muss Google derzeit einige Schlappen hinnehmen. Gerade erst wurde der Konzern zu einer milliardenteuren Strafzahlung verdonnert. Nun wurde der Online-Riese in Kanada dazu verurteilt, weltweit gewisse Links aus dem Suchmaschinen-Index zu löschen. Hintergrund sind Streitigkeiten zweier Firmen (2017 SCC 34).
Google darf in seinen Suchergebnissen nicht länger auf Webseiten einer bestimmten Firma verweisen und muss diese folglich weltweit aus seinem Index löschen. Das hat nach Angaben von Heise Online der Supreme Court of Canada entschieden – wobei sich sieben Richter für und zwei Richter gegen dieses Urteil aussprachen.
Im Einzelnen geht es um Webseiten des Technologieunternehmens Datalink Technologies Gateways, das ein spezielles technisches Gerät namens Datalink GW1000 vertreibt, das – den Vorwürfen eines Konkurrenten zufolge – auf abgekupferter Technik beruht. Was die Richter bei ihrer Entscheidung allerdings unberücksichtigt ließen, ist der Umstand, dass das Produkt bzw. die Webseiten auch über andere Suchmaschinen weiterhin auffindbar seien.
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Leider ist das nur ein weiteres Zeichen von überforderten und weltfremden Gerichten, die sich gegen Demokratie entscheiden und für Diktatur.
Was kommt als nächstes? China erlaubt international Plagiate? Trump erklärt sich per Gericht zum Herrscher der Welt?
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