Phase 1: Vorbereitung und Analyse-Panel festlegen
1. Die Welt der eigenen Zielgruppen festlegen: Wer sind die Marken, Wettbewerber, Lieferanten sowie die weltweit führenden Marken in der betreffenden Branche? Für welche anderen Marken (auch außerhalb der Branche) interessiert sich die Zielgruppen?
Um das Marktsentiment möglichst gut einfangen zu können, soll das Analyse-Panel möglichst alle Marken abdecken, mit denen die anvisierte Zielgruppe gerne in Berührung kommt.
Also neben den direkten Wettbewerbern (mit ähnlichem Angebot und Zielgruppen) und den „großen Playern“ auch Unternehmen aus anderen Branchen, die für die anvisierte Zielgruppe relevant sind. Das Verhalten der Zielgruppen möglichst umfangreich einzufangen, ist der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Relevance Marketing und erfordert Online-Analysetools.
2. Bisherige Marketing-Champions identifizieren: Die besten Posts der Vergangenheit.
Eine Analyse der erfolgreichsten Beiträge aus der Vergangenheit (auf Basis von User-Reaktionen) zeigt auf,
- welche Marken besonders populär (auf bestimmten Kanälen) sind,
- welche Themen und welches Storytelling besonders gut ankommen,
- wie Kanalmix und Timing der Posts gebaut sind.
Die Analyse der letzten Black-Week-Periode ist davon nur ein Sonderfall, denn: Von der Vorbereitungszeit im dritten Quartal 2022 bis über das Ende der Black Week hinaus sollten die populärsten Posts analysiert werden, um Angebots-Taktiken und Dynamiken der wichtigsten Player (Leader, direkte Wettbewerber) zu reflektieren.
Die Analyse der aktuellen Posts hilft, die momentan populären Marken (und ggf. neuen Player im Markt) zu identifizieren und auch in das Analyse-Panel mit aufzunehmen. Mit einem Content Team kann man dann Chancen schnell aus der Analyse identifizieren und umsetzen.
3. Alerts zu produkt- und angebotsbezogenen Maßnahmen aufsetzen: Wer macht gerade welche Angebote und Rabatte? Auf welchen Kanälen und mit welchen Stories? Gibt es Aktionen von Anbietern in anderen Ländern, die im eigenen Markt kopiert werden können?
Suchwörter für solche Alerts ergeben sich aus den eigenen Produkten und Angeboten, aber auch aus den Markttrends. Es empfiehlt sich, so ein Marktmonitoring eher breit aufzusetzen (und zu automatisieren).
4. Hypes und Trends beobachten: Kunden und Märkte sind volatil, wöchentlich können sich die Interessen und Präferenzen der Zielgruppe ändern. Gerade in der hektischen Black Week ist das eine riesige Chance! Um den Puls des Marktes zu halten, sollte man stets im Auge behalten, wofür sich die Zielgruppe gerade interessiert. Dabei helfen Top-Keywords und Trend-Stories, um daraus relevante Angebote abzuleiten.
Neben den von Unternehmen am Markt platzierten Top-Themen ist besonders die Reaktion der Zielgruppe von Bedeutung: Es ist interessant zu wissen, welche Themen auf dem Markt präsent sind, doch es ist viel wichtiger zu verstehen, auf welche Themen die Nutzer ansprechen.
Die Fokussierung auf einzelne Marken, mögen sie auch stark sein, erweist sich in diesem Zusammenhang als wenig sinnvoll. Erst wenn die Reaktionen der Nutzer über verschiedene Kanäle und Marken hinweg betrachtet werden, kann ein umfassender Eindruck darüber gewonnen werden, welche Interessen das größte wirtschaftliche Potenzial aufweisen.
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