Die Supermarktkette sieht sich gerade mit der Kritik der Bundesstiftung Aufarbeitung konfrontiert. Es geht unter anderem um verschiedene Konserven der Marke „Original Schulküche“, die nach Rezepten der Vorwendezeit zubereitet sind. Sie tragen Namen wie „Schulküchen Soljanka“. Auch die allseits beliebte „Tomatensoße mit Jagdwurst“ ist dabei. Was auffällt, ist auch die nostalgische Aufmachung, an der sich die Bundesstiftung stört. So trägt ein Kind auf der Konserve „NVA-Feldsuppe“ eines anderen Herstellers passenderweise eine Pionieruniform. Und was alle Produkte gemein haben, ist das DDR-Emblem mit Hammer und Sichel und andere Symbole aus der Vorwendezeit.
Wie der Spiegel berichtet, sieht die Bundesstiftung Aufarbeitung in der Aufmachung eine Verharmlosung einer Diktatur – Hammer und Sichel würden immerhin nicht nur für die DDR stehen, sondern eben auch für die SED-Diktatur. Es sei erinnerungskultureller Konsens des wiedervereinten Deutschlands, dass das Unrecht der kommunistischen Diktatur nicht verharmlost werden dürfe. Der Opfer des Regimes sei würdevoll zu gedenken.
Rewe gab hingegen in einer Stellungnahme an, dass sie zum einen nicht die einzigen Anbieter der Konserven sind und zu anderen der Wunsch nach diesen Produkten gerade in den neuen Bundesländern nach wie vor ausgeprägt sei.
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