Für einen Online-Händler, beziehungsweise Website-Betreiber generell, dürfte es wohl kaum etwas Schlimmeres geben, als wenn die eigene Seite nicht erreichbar ist. In einem solchen Fall sind die Nutzer schnell verärgert, verlieren das Interesse und die Werbeeinnahmen oder auch – im Fall eines Online-Shops – die Umsätze brechen ein. Doch wie Google Search Advocate John Müller laut t3n nun in den SEO Office Hours erklärt hat, drohen noch weitreichendere Folgen.
Demnach fallen Seiten, die „nur einige Tage“ nicht erreichbar sind, aus dem Google-Index und sind nicht mehr über die Suchmaschine zu finden. Müller wies darauf hin, bei einem geplanten kurzfristigen Ausfall der Seite einen 503-Code zu verwenden, der Google signalisiere, dass die Seite in Kürze wieder gecrawlt werden könne. Tritt derselbe Fehlercode allerdings mehrere Tage lang auf, gehe Google von einem dauerhaften Zustand aus und deindexiere die Seite.
Müller zufolge werden vor allem URL mit der größten Sichtbarkeit aus dem Index entfernt, da diese am häufigsten gecrawlt werden. Wird eine Seite, die deindexiert wurde, wieder live geschaltet, werde sie neu gecrawlt und wieder gerankt – allerdings gebe es keine Garantie, dass sie wieder die vorherige Sichtbarkeit erreicht. Bei geplanten Unerreichbarkeiten von Seiten gebe es keine Möglichkeit, Google vorzuwarnen. Ausfallzeiten sollten also so kurz wie möglich gehalten werden, um langfristigere negative Auswirkungen zu vermeiden.
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