Hiphop fürs eigene Marketing nutzen – das erfreut sich im Handel bereits einiger Beliebtheit: Aldi Süd rappte mit der „Konkurrenz“ aus dem Norden um die tiefsten Preise und dichtete mal eben den bekannten Hit von Vanilla Ice „Ice Ice Baby“ in „Preis Preis Baby“ um, der Hiphop-Künstler Eko Fresh betreibt seinen eigenen Lieferdienst und Online-Modehändler About You holte für ein Launch-Event mit Sportartikelhersteller Reebok Hiphop-Artist Kelvyn Colt ins Boot. Edeka nahm das Rap-Thema in seinem Werbespot für Auszubildende unter dem sprechenden Namen „Eh dikkah“ sogar schon auf die Schippe – verknüpft mit der Hoffnung, dass dies gar der „letzte Werberap aller Zeiten“ sei.
Das wäre allerdings das Aus eines sehr kreativen und lukrativen Geschäftsbereichs, dem sich die beiden Gründer und Geschäftsführer Phillip Böndel und Tobias Kargoll der Hiphop-Marketing-Agentur „The Ambition“ verschrieben haben – und derartige Kampagnen möglicherweise ganz anders aufgezogen hätten. Sie beraten Unternehmen dazu, wie Musikkultur und Werbung authentisch zusammengehen: „Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, wie Cultural Marketing in der Hiphop-Kultur funktioniert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Welt keine weitere Agentur braucht, die einen Kreativen hat, der ,auch schon lange Rap hört‘. Es gibt mittlerweile massenhaft Hiphop-Cases – fast alle sind kontraproduktiv“, erklärt Tobias Kargoll im Gespräch mit OnlinehändlerNews. Was also fehlte, war ein Beratungsunternehmen, „das die Kultur in Tiefe verständlich machen kann, das eine gangbare Route aufzeigt und Unternehmen begleitet“.
Welche Potenziale das Musikgenre für Marketing im Handel hat, warum beides sehr gut zueinander passt und was es zu beachten gilt, wenn man die Hiphop-Kultur authentisch für Werbung nutzen will, verrät Tobias Kargoll im Interview.

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