Obwohl Google vor drei Jahren eine Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro von der EU-Kommission aufgebrummt bekommen hatte, hat der Konzern die monierte Geschäftspraxis offenbar nicht beendet. Wie eine Studie der Unternehmensberatung Lademann & Associates laut Heise Online ergeben hat, führen die Suchergebnisse bei Google Shopping „nach wie vor meist direkt zu Anbietern und benachteiligen dadurch Konkurrenten, die Preisvergleiche anbieten“.
Demnach würden weniger als ein Prozent des Traffics von Google zu einer Shopping-Seite wie Idealo oder Kelkoo geleitet. 10,5 Milliarden Klicks von 25 Konkurrenten wurden im Zuge der Untersuchung analysiert. Produkte von Händlern, die über Idealo und Co. laufen, tauchen kaum bei Google Shopping auf.
Nach der Rekordstrafe hatte Google noch Besserung gelobt: Die Shopping-Sparte sollte als Tochterunternehmen von Alphabet ausgegliedert werden und künftig mit Wettbewerbern bei Google um Anzeigenplätze bieten. „Wir geben den Shopping-Vergleichsdiensten die gleiche Möglichkeit, Produktanzeigen von Händlern auf Google-Suchseiten anzuzeigen wie Google Shopping“, erklärte der Konzern damals.
Google zufolge vernachlässige die Studie den Einfluss des Shopping-Verhaltens der Nutzer. Der Konzern wertet die damals ergriffenen Maßnahmen als erfolgreich und verweist darauf, dass rund 600 Shoppingdiensten inzwischen „Milliarden von Klicks“ verschafft wurden.
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