In den vergangenen Monaten hat sich die Wirtschaft in erheblichem Maße verändert. Ladenschließungen und Kontaktsperren haben sich nicht nur auf den Handel ausgewirkt, sondern auch das Kaufverhalten der Kunden maßgeblich beeinflusst. Wie genau diese Veränderungen aussehen, was sich im Bereich des Suchmaschinenmarketings getan hat und warum die Krise für Händler bereit hält, wissen die Experten der Google-Ads-Agentur Smarketer. Wir durften mit Maik Lehmann, Head of Product bei Smarketer, sprechen.
OnlinehändlerNews: Herr Lehmann, die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen der Regierung haben sich in den vergangenen Monaten massiv auf das Einkaufsverhalten der Kunden ausgewirkt. Wie haben sich die Suchanfragen bzw. wie hat sich das Verhalten der Kunden in dieser Zeit geändert?
Maik Lehmann: Das Kaufverhalten vieler Menschen hat sich aufgrund der Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen während der Coronakrise stark digitalisiert. Diese Verschiebung lässt sich auch anhand von Suchtrends nachvollziehen. Beispielsweise war „Online Lebensmittel bestellen“ vor der Krise ein wenig beliebter Suchbegriff, nur vereinzelt nutzten Kunden die Möglichkeit, Lebensmittel über das Internet zu bestellen.
Mitte März stiegen die Suchanfragen dafür jedoch explosionsartig. Ähnlich verhielt es sich mit Suchanfragen, die unmittelbar mit der Krise zu tun haben, wie etwa Hygieneartikel oder Home-Office-Ausrüstung. Anhand der Such-Trends lässt sich sehr gut der Verlauf der Krise nachvollziehen.
Interessant ist auch, dass es zu Anfang der Krise zu einer Art Konsum-Schockstarre kam. Zuallererst stiegen die Suchanfragen für Krisengüter: Wir erinnern uns sicher alle noch an die leeren Regale in der Hygieneabteilung von Supermärkten. Erst als der weitere Verlauf etwas klarer wurde, stiegen die Suchanfragen und Umsätze in anderen Branchen wieder an.

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