Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Online-Händler Werbung für sich zu machen. Eine der bekanntesten sind Werbeanzeigen über Suchmaschinen, bei Google unter dem Namen Google Ads (früher Google AdWords) bekannt. Durch Automatismen kommt es allerdings auch häufig vor, dass Anzeigen an den unpassendsten Stellen im Internet auftauchen und den Händler in einem schlechten Licht dastehen lassen. Wir haben einen Blick auf solch missglückte Anzeigen geworfen und zeigen, wie sie sich verhindern lassen und was kleine und mittelständische Händler bei der Schaltung von Werbeanzeigen beachten sollten.
Google spielt seine Werbeanzeigen automatisiert aus, das heißt, es schaut keine Person darüber, ob eine bestimmte Anzeige möglicherweise in einem bestimmten Kontext zu einer missglückten Kombination führen könnte. Anders sieht das bei Printanzeigen in Zeitungen oder Magazinen aus. Dennoch hat es vor einigen Jahren eine riesige Anzeige des Gasanbieters E.ON direkt neben einen ausführlichen Auschwitz-Artikel in die gedruckte Ausgabe der Landeszeitung, dem regionalen Blatt der Lüneburger Heide, geschafft.
Nicht auf menschliches Versagen, sondern auf einen automatisierten Algorithmus konnte dagegen die Deutsche Bahn im März dieses Jahres folgenden Fauxpas schieben:
Im beworbenen Bad Aibling sind aufgrund menschlichen Versagens des Fahrdienstleiters im Februar 2016 zwei Züge frontal kollidiert und haben zwölf Todesopfer gefordert. Die Deutsche Bahn erklärte die missglückte Werbung anschließend mit dem angewendeten Algorithmus und entschuldigte sich: „Es handelt sich um einen automatisierten Algorithmus, der an vielen hundert Orten über Facebook lokal ausgespielt wurde.“
Nicht ganz so makaber wie der fehlgeschlagene Algorithmus von der Deutschen Bahn, aber immer noch einen Platz in diesem Artikel über missplatzierte Werbung wert, ist folgende Paarung:
Kannste Dir nicht ausdenken. Eiswerbung in nem Artikel über Diabetes. #badads pic.twitter.com/DgMMt6SH6W
— Flo (@7FloSto8) May 19, 2016
Einen Artikel über die häufig auftretende Krankheit Diabetes Typ 2 mit einer Eiswerbung zu kombinieren, lässt sich im besten Fall mit „missglückt“ beschreiben. Deutlich unpassender hat es die Werbeanzeige des Whiskey-Herstellers Maker's Mark getroffen. Diese wurde ungünstigerweise mit einem Nachrichtenbeitrag über einen Unfalltoten durch Alkohol am Steuer kombiniert. Zwar handelte es sich dabei nur um eine Kampagne, die eben genau auf die Risiken von Alkohol im Straßenverkehr aufmerksam machen soll, dennoch wird nach einem solchen Artikel so manchen Leser wohl erst einmal der Appetit auf Hochprozentiges vergangen sein.
Werbung kann so schlecht platziert sein, dass es schon wieder lustig ist! http://t.co/zK1FY0MQwT #WerbeFail #BadAds pic.twitter.com/CY3yxBsBoB
— Oliver Christopher (@whatolilikes) October 16, 2013
Fehlerhafte Algorithmen waren auch der Grund, warum sich YouTube im Sommer 2018 den Zorn vieler britischer Eltern zugezogen hat. So wurde vor Kindervideos, wie beispielsweise Lieder aus dem Disney-Musical „Die Eiskönigin“ oder Lego-Bauanleitungen, Werbung für den Horrorfilm „Insidious: The Last Key“ angezeigt. Mehrere Eltern beklagten sich daraufhin bei der US-Werbeaufsichtsbehörde Advertising Standards Authority (ASA). Sony Pictures, das die Werbung in Großbritannien für den Film geschaltet hat, beteuerte, bei der Buchung explizit Kinder als Publikum ausgeschlossen zu haben. Warum die Minderjährigen dennoch den teilweise verstörenden Inhalt sahen, lag wohl an YouTubes fehlerhaften Algorithmen.
So unterschiedlich die Beispiele auch sind, sie zeigen alle, dass missplatzierte Anzeigen nicht nur teures Werbebudget verpulvern, sondern ein Unternehmen eben auch in echte Schwierigkeiten bringen können.


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Beispiel eines guten links mit Nutzen
Was ist ein guter Scheidungsanwal t.beziehungsweise was sind die Kriterien eines guten Scheidungsanwal tes in der Schweiz in Zürich?
weitere Infos:
[Anm.: Link von der Redaktion entfernt]
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