Wer Werbung über Google schaltet, kann zahlreiche Einstellungen hinsichtlich der Zielgruppe seiner Anzeigen vornehmen. Da diese auch genutzt werden können, um bestimmte Personengruppen auszuschließen, könnten so bestimmte Gruppen allerdings auch gezielt diskriminiert werden. Google will weiter dagegen vorgehen und lässt Werbekunden in den USA und Kanada künftig nicht mehr positiv oder negativ nach Kategorien wie Geschlecht, Alter, Familienstand und Postleitzahl filtern, wenn sie Anzeigen für Immobilien, Stellenangebote und Kredite schalten wollen, berichtet Heise.
Google zufolge seien die neuen Einschränkungen eine Weiterentwicklung der „seit langem im Unternehmen gelebten Praxis“, Kategorien wie Ethnie, Religion oder sexuelle Orientierung nicht als Filter für Werbeanzeigen zuzulassen. Die Änderungen sollen spätestens bis Jahresende umgesetzt sein. Google habe eng mit der US-Behörde für Wohnen und Stadtentwicklung (HUD) und anderen Organisationen zusammengearbeitet, um die neuen Targeting-Einstellungen auszuarbeiten.
Die US-Behörde HUD hatte im vergangenen Jahr Facebook verklagt, weil Wohnungsinserate auf der Plattform gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen haben sollen. Der Fair Housing Act untersagt unter anderem, Anzeigen für Wohnungen so zu schalten, dass sie von einer geschützten Gruppe nicht wahrgenommen werden können. Im Zuge der Klage gegen Facebook hatte die HUD auch Ermittlungen gegen Google aufgenommen.
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