Vor einigen Tagen hat Google die Darstellung auf den Suchergebnisseiten überarbeitet und damit für einige Unsicherheit gesorgt. Durch die Anzeige der sogenannten „Favicons“ und der Domain-URL der Webseiten sahen die organischen Suchergebnissen ähnlich wie Werbeanzeigen aus. Bei denen war anstatt dem Favicon lediglich das Wort „Ad“ angezeigt.
„In der Summe hatte das dazu geführt, dass es fortan noch schwieriger war, werbliche von nicht werblichen Suchergebnissen zu unterscheiden“, ordnet t3n die Änderung von Google ein. „Entsprechend viel Kritik erntete der Suchmaschinenriese für diesen Schritt.“
Kurze Zeit später kündigte Google auf Twitter eine Überarbeitung der Änderung an: Man habe die Desktop-Ansicht lediglich an die Anzeige der mobilen Suche, die es schon „seit Monaten“ so gebe, angepasst. Die Kritik an der Ansicht nehme Google sich aber zu Herzen und suche nun nach einer besseren Platzierung der Favicons. Vorerst wurden die kleinen Icons wieder entfernt, womit bereits die Unterscheidung zwischen organischen und werblichen Suchergebnissen einfacher wird.
Für Google dürfte die Entscheidung, die optische Grenze zwischen SEA-Marketing und organischen Links zu verwischen, leicht gefallen sein. Der Konzern verdient sein Geld schließlich mit den Klicks auf Werbeanzeigen. Sehen nun alle Links aus wie Werbeanzeigen, könnte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass die Nutzer auch auf eine Anzeige klicken, schätzt auch t3n. Verwunderlich ist der Schritt von Google trotzdem: Die Suche des Unternehmens wird in allen US-Bundesstaaten untersucht. Dabei steht die Fragen im Raum, ob und inwieweit Google seine Marktmacht ausnutzt.
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