Visual Search: Google top, Amazon Flop
Neben der Bequemlichkeit ist auch die Treffgenauigkeit für die Online-Shopper wichtig: Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer erwartet von Visual Search bessere Suchergebnisse als mit dem Eintippen von Wörtern. Das funktioniert in dem Test am besten bei Google: Die Technologie der Suchmaschine liegt bei der Bildersuche vorn. Knapp dahinter folgen Asos (Technologie: viSenze) und Zalando (Technologie: cortexica) sowie Pinterest. E-Commerce-Riese Amazon enttäuscht und kommt nur auf den vorletzten Platz der sechs untersuchten Unternehmen. Das müsste Amazon, das viel in Künstliche Intelligenz und Co. investiert, zu denken geben – nicht nur, weil mittlerweile die Mehrheit aller Produktsuchen auf dem Amazon-Marktplatz beginnt und nicht bei Google.

Amazons Konkurrent Ebay hat in Deutschland im vergangenen Jahr eine neue Visual-Search-Funktion in seiner App gestartet, bei der die Nutzer mit selbst aufgenommenen Fotos auf dem Ebay-Marktplatz nach ähnlichen Produkten suchen können.
Weitere Ergebnisse aus der Studie zeigen bei der Einschätzung der Bildersuche einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Männer bewerten über alle Anbieter hinweg die Suchergebnisse um bis zu 14 Prozent positiver als Frauen. Vor allem beim Testsieger Google wurde das deutlich: 86 Prozent der Männer gaben an, in den vorgeschlagenen Google-Ergebnissen ein passendes Produkt zu finden – aber nur 62 Prozent der Frauen. „Frauen scheinen allgemein deutlich kritischer in der Bewertung der Suchergebnisse zu sein“, erklärt Studienautor Maximilian Kirschbauer.
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