Twitter-Gemeinde liebt Herzensgeschichten
Prompt ging der Post viral, sammelte unzählige Likes, Kommentare und Retweets und die Aufmerksamtkeit der Öffentlichkeit, sogar Twitter selber kündigte an, die Donuts von Billy probieren zu wollen. Die Aktion zeigte Wirkung und in den nächsten Tagen bildeten sich lange Schlangen, alle wollten zu Billy’s Donuts. Das Bild des glücklich lächelnden Ladenbesitzers zusammen mit seinem Sohn einen Tag später war reiner Balsam auf die oftmals so geschundene Twitter-Seele: Eine Community von völlig fremden Menschen hat es geschafft, eine ganze Familie nur mit dem Kauf von süßem Gebäck glücklich zu machen. Eine wahre Herzensgeschichte, die auf den sonst so gehässigen Social-Media-Kanälen für einen kurzen Augenblick den Eindruck vermittelte, dass die Welt einfach nur schön ist.
Einen solchen Erfolg hätte nicht einmal die beste Marketing-Kampagne mitsamt eines Donut-essenden Influencers erzielt, da das Wichtigste gefehlt hätte: Emotionen und Authentizität. Nun kann ich zwar selber nicht einen Influencer beim Namen nennen – ich sehe mich als zu alt dafür an – würde doch aber viel lieber mein Geld für etwas ausgeben, was eine andere Familie glücklich macht, statt als einzigen Grund die Tatsache zu haben, eine semi-berühmte Person aus dem Internet wurde für diese Werbung bezahlt.
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