Wie interne Dokumente von Facebook offenbaren, soll das soziale Netzwerk große Firmen wie Netflix und Airbnb bevorzugten Zugriff auf seine Nutzerdaten gegeben haben. Die rund 250 Seiten der Unterlagen beziehen sich auf die Geschäftspraktiken von Facebook aus den Jahren 2012 bis 2015 und wurden jetzt vom britischen Parlamentsausschuss veröffentlicht. In diesen ist unter anderem die Rede von einem sogenannten „Whitelisting“, welches großen Firmen wie eben Netflix und Airbnb den Zugang zu Daten von Facebook-Nutzern erlaubt hat, die anderen Unternehmen allerdings nur eingeschränkt zur Verfügung gestellt oder komplett verweigert wurden, wie bei Spiegel Online zu lesen ist.
Zur Verfügung gestellt wurden die Dokumente jetzt vom App-Entwickler Six4Three. Der Konzern befindet sich aktuell in einem Rechtsstreit mit Facebook. Konkret geht es darum, dass Facebook die Schnittstelle, welche den Zugriff auf die Daten von Freunden eines Facebook-Users möglich macht, im Jahr 2015 geschlossen wurde. Für die eigene App „Pikinis“ benötigt Six4Three diese allerdings. Vor Gericht wurde nun angeprangert, dass es eben Ausnahmen für große US-Konzerne gab und diese mit zusätzlichen Nutzerdaten versorgt wurden.
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