Viele Unternehmen müssen in Sachen Markensicherheit offenbar noch nachbessern. Darauf deutet zumindest das Ergebnis einer Analyse von Ebiquity und Zulu5 hin: Wie t3n.de berichtet, zeigt diese, dass 76 Prozent der Top-100-Werbetreibenden in der DACH-Region Werbeanzeigen in nicht-markensicheren Umfeldern geschaltet haben. Lediglich zwölf Prozent der untersuchten Unternehmen haben Anzeigen ausschließlich in unbedenklichen Umfeldern geschaltet.
Als nicht-markensicheres Umfeld gelten Inhalte, die das Image der beworbenen Marke schädigen kann. Prominent wurden derartige Fälle im vergangenen Jahr, als YouTube wegen fragwürdiger Werbeumfelder in der Kritik stand. Die Anzeigen von großen Konzernen fanden sich so beispielsweise in Videos mit Gewaltdarstellungen, Fake News und der Verbreitung von Hass und Hetze wieder. Die Situation bei YouTube habe sich zwar gebessert, aber ganz aus der Welt geräumt seien die Probleme noch nicht.
Besonders betroffen sind der Analyse zufolge Unternehmen aus dem Bereich „Leute & Gesellschaft“. Ausgerechnet hier finden sich Wohltätigkeitsorganisationen, soziale Plattformen und Unternehmen, die genealogische Dienstleistungen erbringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Anzeigen aus diesem Bereich in fragwürdigen Umfeldern positioniert werden, liege bei 33 Prozent. Auch E-Commerce-Unternehmen müssen auf ihre Marke achten: Die Wahrscheinlichkeit für eine schlechte Positionierung liegt bei 18 Prozent.
Kommentar schreiben