Google nimmt Online-Shops ins Visier
Im März dieses Jahres hatte Matt Cuts, Chef des Google Webspam-Teams, angekündigt mit einem neuen Algorithmus besonders Shopbetreiber, die unsaubere Methoden verwenden, zu bestrafen und aus den Rankings zu entfernen.
Erste Änderungen am Algorithmus in Bezug auf den E-Commerce wurden bereits nach dem SEO-Skandal im Jahr 2010 durchgeführt. Damals konnte ein amerikanischer Online-Händler sein Ranking damit verbessern, indem er Kunden verärgerte und damit dazu brachte, negative Bewertungskommentare zu verfassen, die anschließend von Google erfasst wurden. Die Links die bei den bösen Äußerungen zum Shop gesetzt wurden, trieben ihn im organischen Ranking weit nach oben.
Damit dies in Zukunft nicht mehr passieren kann, wurden nach Umsetzung des Panda Updates im Jahr 2011 von Google neue Bewertungen aufgestellt, die jenseits der klassischen Ranking-Faktoren angelegt sind. Diesem Update fielen dann vor allem Texte mit niedriger Qualität und werbelastigen Inhalten zum Opfer. Dabei verloren aber auch vor allem Online-Shops und Affiliate-Shops an Reichweite. Sogenannte Quality Rater sollten dann die guten von den schlechte Shop- und Affiliate-Seiten trennen.
Aktuell wartet man auf das neue Update von Google zum Thema Shop-Qualität, welches im dritten oder vierten Quartal 2013 erwartet wird. In den USA hat sich Google bereits mit STELLAService einen Partner gesucht, der die Qualität des Kundenservice in Online-Shops analysiert und bewertet. Die jeweiligen Ergebnisse sollen dann in der Suchergebnisliste zusammen mit den Produkten aufgeführt werden.
Es ist ein umfangreiches Paket, dass Google den Online-Händlern gepackt hat. Doch wem ist damit eigentlich geholfen? Können vor allem kleine, qualitativ hochwertige Shops davon profitieren? Oder machen es diese Updates ihnen so schwierig im organischen Ranking weit vorn zu landen, dass Googles Bezahlinhalte für sie zum Muss werden? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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