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OpenAI wegen „NEINhorn“-Kopien verklagt

Veröffentlicht: 20.08.2026
imgAktualisierung: 20.08.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
20.08.2026
img 20.08.2026
ca. 2 Min.
OpenAI und ChatGPT
rokas91 / Depositphotos.com
Der Carlsen-Verlag verklagt den ChatGPT-Anbieter OpenAI. Der Verlag sieht das Urheberrecht des Kinderbuchs „Das NEINhorn“ verletzt.


Gemeinsam mit dem Autor Marc-Uwe Kling und der Illustratorin Astrid Henn hat der Carlsen-Verlag am 19. August 2026 Klage gegen OpenAI eingereicht. Die drei Parteien sehen ihre Rechte an dem Kinderbuch „Das NEINhorn“ verletzt.

Konkret moniert der Verlag, dass „bereits einfachste Eingaben in ChatGPT“ dazu führen würden, dass der Chatbot Geschichten vom NEINhorn erstellt. Diese gleichen dem Carlsen-Verlag zufolge „in den wesentlichen Kreativen Elementen dem urheberrechtlich geschützten Werk von Marc-Uwe Kling und Astrig Henn“.

ChatGPT greift eigeninitiativ auch weitere Charaktere auf

Die von ChatGPT erstellten Illustrationen seien von dem Original kaum zu unterscheiden, heißt es weiter. Der Chatbot mache sogar eigeninitiativ Vorschläge für weitere Texte und Illustrationen zum NEINhorn, in denen ohne jedes weitere Zutun des Nutzers auch andere Charaktere und Handlungsorte aus der Originalgeschichte auftauchen sollen. ChatGPT biete zudem „ganze Druckvorlagen für illustrierte Geschichten, samt Umschlaggestaltung, Impressum, einer gefakten ISBN und Verlagslogo“ an.

Wie der „Diebstahl von Firmengeheimnissen“

Aufgrund der detaillierten Kopie des Kinderbuchs kommt der Carlsen-Verlag zu dem Schluss, dass die Originalbücher von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn unrechtmäßig zum Training der Sprach- und Bildmodelle von OpenAI genutzt wurden und sich nun in dem Datensatz des Chatbots befinden. Dass ChatGPT NEINhorn-Illustrationen ausgibt, stelle dem Verlag zufolge ebenfalls eine unrechtmäßige Nutzung dar.

„Jedem, der sich illegal auch nur einen einzigen Film, ein Buch oder ein Hörbuch runterlädt, droht eine empfindliche Strafe. Aber OpenAI klaut einfach alle Kunst und Kultur der ganzen Welt und glaubt, damit durchzukommen? Da fällt dem NEINhorn nur ein Wort dazu ein: »Nein!«“, so Marc-Uwe Kling. Illustratorin Astrid Henn sieht in der Nutzung ihrer Bilder von ChatGPT Diebstahl. „Dieser Vorgang unterscheidet sich in meinen Augen nicht von zum Beispiel dem Diebstahl von Firmengeheimnissen, die dann im Darknet verkauft und für jedermann zugänglich gemacht werden“, so Henn.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 20.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 20.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

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