Die Nutzung von KI-Tools verändert die Art, wie geshoppt wird. Wer entsprechende Programme verwendet, recherchiert vor dem Kauf deutlich ausgiebiger: 69 Prozent der KI-Nutzer:innen surfen vorab auf mehreren Seiten und Shops, im Vergleich dazu tun dies nur 44 Prozent der sonstigen Online-Käufer:innen.
KI-Nutzer:innen sind darüber hinaus offener für Werbung und neue Marken, zeigt die Studie „Global CPG Pulse 2025“ des Werbetechnologie-Anbieters Criteo.
Werbung wird noch wichtiger
Aber nicht nur die KI sorgt dafür, dass vor Anschaffungen mehr recherchiert wird. Es handelt sich um einen allgemeinen Trend: Sechs von zehn Shopper:innen (61 Prozent) besuchen vor dem Kauf eines Produkts aus dem Konsumgüterbereich mehrere Websites oder Apps. Das ist ein Anstieg um 5 Prozentpunkte seit Q3 2024.
Generell lassen sich hierzulande etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Käufer:innen durch passende Ads zum Kauf bewegen. Das sind acht Prozent mehr als noch im Vorjahr. Doch gerade ihre intensive Recherche mache KI-Nutzer:innen sogar noch empfänglicher für Werbebotschaften, schlussfolgert Criteo: Sie werden 57 Prozent häufiger durch Werbung zum Kauf motiviert – bei sonstigen Shoppern ist es nur ein Fünftel (21 Prozent).
Markentreue nimmt insgesamt ab
KI-Nutzer:innen sind auch deutlich weniger loyal gegenüber Marken: 63 Prozent von ihnen probieren gern Produkte neuer Brands aus. Im Vergleich dazu sind nur etwa ein Drittel der anderen Online-Käufer:innen dazu bereit.
Marken verlieren als Kaufkriterium jedoch generell an Beliebtheit. Der Studie zufolge kaufen etwa 70 Prozent Produkte einer Brand, von der sie im Vorjahr noch nichts gekauft haben. Besonders häufig ist der Markenwechsel bei Nahrungsergänzungsmitteln und Süßwaren.
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