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ChatGPT-Nutzer bekommen personalisierte Werbung

Veröffentlicht: 17.08.2026
imgAktualisierung: 17.08.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.08.2026
img 17.08.2026
ca. 2 Min.
ChatGPT auf einem Smartphone
pavelyar105@gmail.com / Depositphotos.com
OpenAI testet verstärkt Werbeeinblendungen in ChatGPT. Auch persönliche Chatinhalte sollen für die Werbung genutzt werden.


Bereits seit Anfang des Jahres läuft ein Test für Werbeeinblendungen in ChatGPT in den USA. Nun wurde der Test auf das Vereinigte Königreich, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea ausgeweitet. Die eingeblendete Werbung soll dabei auch auf den Inhalten basieren, die die Nutzer in ihren KI-Chats diskutieren. Wie Heise berichtet, soll die Werbung für Nutzer der kostenlosen ChatGPT-Variante sowie eines neuen besonders günstigen Abos ausgespielt werden.

Chatinhalte und Nutzerinformationen sollen Werbung beeinflussen

Die Werbung werde nach Angaben von OpenAI nicht unterschwellig in die Antworten des KI-Bots eingearbeitet, sondern leicht erkennbar nach einem Prompt. „Während des Tests entscheiden wir, welche Anzeige wir zeigen, indem wir von Werbetreibenden eingereichte Anzeigen mit dem Thema deiner Konversation, deinen früheren Chats und früheren Interaktionen mit Anzeigen abgleichen“, so OpenAI. Die Nutzer sollen dabei kontrollieren können, ob ChatGPT personalisierte Werbung anzeigt und ob frühere Chats und hinterlegte Informationen für die Werbeausspielung berücksichtigt werden.

Die Daten aus den Chats will OpenAI nach eigenen Angaben nicht an die Werbepartner weitergeben. Um die wirbt der KI-Anbieter bereits auf einer eigens eingerichteten Website. Durch die Einbindung der Werbeanzeigen in die ChatGPT-Unterhaltungen soll die Werbung relevanter, personalisierter und nützlicher sein, verspricht OpenAI. „Erreichen Sie Kunden in einem Werbeumfeld, das auf Gesprächen, Kontext und Entscheidungen in Echtzeit basiert“, heißt es.

OpenAI sucht weiter die Profitabilität

OpenAI sucht händeringend nach Möglichkeiten, mehr Geld zu verdienen. Das Unternehmen hatte in den ersten drei Monaten des Jahres 3,7 Milliarden US-Dollar seiner Reserven aufgezehrt. Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei nur 5,7 Milliarden Dollar, wie aus internen Zahlen des KI-Unternehmens hervorgehen soll. Im selben Zeitraum habe OpenAI einen Nettoverlust von 9,3 Milliarden Dollar verzeichnet. Zwar hat der ChatGPT-Anbieter noch genug Reserven, allerdings kann das Unternehmen damit nach wie vor kein profitables Geschäftsmodell vorweisen.

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Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 17.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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cf
18.08.2026

Antworten

Klasse Geschäftsmodell, wenn man gleich mehrfach die Hand aufhalten kann: 1. User zahlt für das KI-Abo. 2. Unternehmen zahlen für Werbeeinblendungen. 3. Kunden zahlen noch mehr, wenn sie weniger Werbung sehen wollen. 4. Unternehmen zahlen noch mehr, um doch bei den "weniger" Anzeigen dabei zu sein.
TH
18.08.2026
Zumindest vermutlich besser als das bisherige Modell. Wenn ich überlege, wie mir ChatGPT die Arbeit erleichtert, ist das deutlich mehr wert als 20 Euro im Monat.