Die jährliche Noah-Konferenz in Berlin versammelte auch 2017 so viele Entscheider wie kaum eine Konferenz-Veranstaltung. Die Big Player wollen nun auch endlich digitalisieren – indem sie die Einhörner und solche, die es werden wollen, kaufen.

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„Do you have bitcoins?“ Das war die Lieblingsfrage von Marco Rodzynek, der durch die Noah Conference 2017 in Berlin führte und die jeder Interview-Partner auf der Hauptbühne zum Abschluss beantworten musste. Es war wohl das einzige Thema, bei dem man ein wenig Dissens in die Branche hineinlesen konnte, denn diejenigen, die die Kryptowährung besitzen und jene, die sie lieber nicht anfassen, hielten sich ungefähr die Waage. Ansonsten hat man wohl selten derart viel Konsens in der digitalen Welt gesehen. Kaum ein StartUp-Konzept etwa, kaum eine Digitalstrategie für die kommenden Jahre kommt ohne die Buzz-Wörter Big Data und Customer Experience aus. Um im dichten Internetgeschäft Erfolg zu haben, braucht man zufriedene Kunden. Um Kunden zufriedenzustellen, muss man sie kennen. Das geht nicht ohne Daten.
Überraschend dabei: Beim Nutzer hat offenbar ein Gewöhnungsprozess bzgl. der Preisgabe seiner persönlichen Daten eingesetzt. Hat man früher noch damit gehadert, im Internet zu gläsern zu werden, ist man nun offenbar kompromissbereiter. Das bestätigt etwa Josef Korte, Co-Founder von Bonify. Das StartUp hilft seinen Nutzern dabei, die eigene Bonität zu kennen und zu optimieren. Dafür muss dieser freilich eine Menge preisgeben. Korte zeigt sich selbst überrascht, wie offen die Nutzer dabei tatsächlich sind, denn mittlerweile wissen sie: Tue ich das nicht, kann ich auch keinen vollständigen Service bekommen.
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