WannaCry: Keine Auswirkungen auf Online-Handel, aber auf IT-Aktien

Veröffentlicht: 16.05.2017
imgAktualisierung: 16.05.2017
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
16.05.2017
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Von den enormen Auswirkungen der Ransomware-Attacke WannaCry bleib der Online-Handel offenbar weitgehend verschont. Aktien von IT-Sicherheitsfirmen steigen indes beträchtlich.


Online-Händler sind von WannaCry offenbar kaum betroffen gewesen. IT-Sicherheitsfirmen profitierten seitdem aber von enorm steigenden Aktienkursen.

WannaCry

supimol kumying / Shutterstock.com

Am vergangenen Wochenende erreichte WannaCry ein historisches Ausmaß: Die Ransomware-Attacke betraf weltweit über 200.000 Rechner in mehr als 150 Ländern. Auch große Namen wie die Deutsche Bahn und FedEx waren betroffen. Auf den E-Commerce hat der Angriff bislang offenbar kaum Auswirkungen gehabt. Experten gehen allerdings von einer zweiten Welle aus, die auch Online-Händler betreffen könnte.

Online-Händler sollten vorsichtig bleiben

Russland war enorm stark von der Ransomware-Attacke betroffen, doch der größte russische Online-Händler Ulmart blieb unberührt. „Wir wurden nicht getroffen. Ich hoffe, wir sind nicht in Gefahr, aber wer weiß, was die Hacker denken? Wir tun, was wir immer tun: Wir bleiben wachsam“, so Brian Kean, CIO (Chief International Officer) bei Ulmart gegenüber Internet Retailer. Eine Quelle, die anonym bleiben möchte, sagte dem Portal, dass man ohnehin ständig in Gefahr sei, WannaCry hätte aber keine Auswirkungen gehabt. Der Schmuck-Händler Angara gibt an, dass man das Thema gegenüber seinen Kunden bewusst nicht thematisiert hätte, weil dies eher Angst und Unsicherheit schüren würde, als beruhigend zu wirken.

IT-Sicherheits-Aktien gehen durch die Decke

Die IT-Branche hat seit dem Freitag sogar enorm von WannaCry profitiert. Wie der österreichische Standard berichtet, stiegen die Aktien des IT-Unternehmens Sophos an der Londoner Börse um 8 Prozent auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Konkurrenten F-Secure stiegen um 5,1 Prozent auf ein 16-Jahres-Hoch von 4,15 Euro. In den USA stieg Cisco Systems um etwa 2 Prozent, Symantec gewann 4 Prozent hinzu. Laut Technologie-Analyst Neil Campling von Northern Trust sorgt die unsichere Lage nach WannaCry für eine steigende Nachfrage nach entsprechender Sicherheitssoftware.

Veröffentlicht: 16.05.2017
img Letzte Aktualisierung: 16.05.2017
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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