WannaCry: Zweite Attacke erwartet
Am Freitag kam es zum „größten Ransomware-Ausbruch der Geschichte“, so zitiert SpOn den finnischen Chef-Experten von F-Secure, Mikko Hyppönen. In hunderten Ländern wurden Rechner mit der Erpresser-Software „WannaCry“ infiziert. Dabei wurde eine Sicherheitslücke angegriffen, die sich die NSA für seine Überwachung aufgehoben hatte. Daher musste der Trojaner nicht manuell „hereingelassen“ werden. Die betroffene Lücke wurde im März von Microsoft geschlossen, traf nun aber Rechner, die das entsprechende Update noch nicht aufgespielt hatten. Von der Deutschen Bahn über Krankenhäuser in Großbritannien bis zu FedEx in den USA und Millionen Privat-PCs waren quer über die Welt viele betroffen.
Microsoft gab den Regierungen und auch der NSA am Wochenende eine Mitschuld, da sie ihre Bevölkerungen nicht ausreichend von digitalen Gefahren warnen würden. Experten, etwa der britische IT-Forscher, der die Ausbreitung am Freitag stoppte und anonym bleiben will, warnen bereits vor einer neuen Angriffswelle, die schon am heutigen Montag starten könnte. Eine neue Variante, diesmal ohne „Kill Switch“, mit dem man die Ausbreitung stoppen könnte, sei bereits im Umlauf. Wie immer gilt: Halten Sie Ihr Windows-Betriebssystem auf dem aktuellen Stand, um nicht Opfer solcher Angriffe zu werden!
Kommentar schreiben