Revolution der Kommunikation?
Erst einmal aber geht es im S8 los und was Samsung dabei verspricht, beweist ein durchaus gesundes Selbstbewusstsein. Mit Bixby will Samsung die Bedienung des Smartphones nicht nur vereinfachen, sondern ganz generell die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verbessern. Als Ergebnis von Samsungs Bemühungen beim Thema künstliche Intelligenz soll Bixby fundamental anders funktionieren als andere Sprachassistenten. Er soll zum Beispiel bei entsprechend unterstützten Apps – am Anfang werden das nur wenige sein, aber kontinuierlich mehr werden – alle Funktionen nutzen können und nicht, wie bei anderen Assistenten, nur einige ausgewählte, so Samsung.
Bixby soll jederzeit verstehen, in welchem Kontext er gerade gebraucht wird und sogar Zusammenhänge herstellen. Weiß man den genauen Sprachbefehl für eine bestimmte Funktion nicht mehr, soll Bixby trotzdem aus dem Kontext herausfinden, was er gerade zu tun hat. Bixby soll „keine Reibung“ erzeugen, also zur Nutzung einer neuen Eingabe-Möglichkeit und nicht durch zu hohe Komplexität dazu verleiten, wieder in alte Muster (etwa klassische Touch-Bedienung) zurückzuwechseln. An der Seite des S8 wird sich ein Bixby-Button befinden, der es überflüssig macht, für einen einfachen Telefonanruf erst umständlich in den Menüs zu wühlen. Egal welche Funktion – Bixby soll sie mit einem Klick auf den Button ermöglichen.
Es bleibt abzuwarten, ob der Sprachassistent von Samsung zum Start gleich all das erfüllen kann, was das Unternehmen verspricht. Klar ist: Samsung braucht für das S8 eine Killer-Applikation, die den Vertrauensverlust des vergangenen Jahres vergessen macht. Bixby soll und kann diese Funktion werden. Die Versprechungen klingen allerdings äußerst ambitioniert. Funktioniert der Assistent nicht wie gewünscht und vor allem nicht wie versprochen, dann könnte das die Kunden zusätzlich verprellen. So oder so: 2017 wird für Samsung ein eminent wichtiges Jahr.
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