Der frühe Vogel – der Branchennews-Überblick am Morgen:
- Google schraubt schon wieder an den Suchergebnissen
- Analysten erwarten schlechte Auslieferungszahlen bei Tesla
- Modeplattform Shein soll Londoner Börsengang beantragt haben
In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Meldungen rund um Änderungen in der Google-Suche: Diese soll dank künstlicher Intelligenz grundlegend anders werden – die Suchanfragen werden demnach komplexer. Außerdem will der Suchmaschinenriese Websites verbannen, die nicht für mobile Geräte optimiert sind. Nun gibt es weitere Neuigkeiten: Google will offenbar das endlose Scrollen nach Suchergebnissen beenden.
In der jüngeren Vergangenheit war es so, dass Google immer neue Suchergebnisse einblendete, wenn Nutzerinnen und Nutzer über die erste Suchergebnis-Seite hinaus gescrollt haben – eine neue, separate Seite musste nicht geöffnet werden. Diese kontinuierliche Scroll-Funktion hatte der Konzern im Herbst 2021 für Mobilgeräte und Ende 2022 in der Desktop-Suche eingeführt. Doch damit soll künftig Schluss sein. Statt der Möglichkeit, endlos aufgelistete Suchergebnis-Vorschläge zu überfliegen, soll es in der Fußzeile wieder „die klassische und alte Seitennummerierungsleiste“ geben, berichtet das Branchenportal Search Engine Land.
Ein Sprecher von Google habe dem Portal gegenüber kommentiert, dass man in der Desktop-Suche ab sofort (ab dem 25. Juni) damit beginnen werde, das kontinuierliche Scrollen zu entfernen und eine „Weiter“-Schaltfläche zu hinterlegen. In der mobilen Suche soll die Änderungen erst etwas später, das heißt in den kommenden Monaten, umgesetzt werden. Dort soll es dann eine Schaltfläche geben, über die man sich „Weitere Ergebnisse“ anzeigen lassen kann.
„Laut Google soll es diese Änderung dem Suchunternehmen ermöglichen, die Suchergebnisse bei mehr Suchanfragen schneller bereitzustellen, anstatt automatisch Ergebnisse zu laden, die die Nutzer nicht explizit angefordert haben“, so die Begründung für die Neuerung. Das automatische Laden von mehr Ergebnissen habe in der Vergangenheit demnach nicht dazu geführt, dass Nutzerinnen und Nutzer zufriedener mit der Suche waren.
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