Im KI-Wettstreit mit OpenAI, Microsoft und Co. geht Google seit dem letzten Jahr aufs Ganze und ist nun offenbar übers Ziel hinausgeschossen. Das KI-Tool Gemini, das grundsätzlich ähnlich wie ChatGPT funktioniert, verfügt auch über einen integrierten Bildgenerator, mit dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann – eigentlich. Denn aktuell ist es offenbar nicht mehr möglich, mit Gemini Bilder zu erzeugen, auf denen Menschen zu sehen sind. Nutzer:innen, die entsprechende Versuche starten, bekommen die Rückmeldung, dass man die Fähigkeit zur Erzeugung von derartigen Bildern derzeit verbessere, wie der Spiegel berichtet.
Der Grund dürfte in massiver Kritik liegen, die sich seit Dienstag auf X (ehemals Twitter) entlädt. Denn Gemini weigert sich vielen Nutzer:innen zufolge, weiße Personen darzustellen. Wer etwa „strong white man“ eingab, bekam kein Ergebnis, „strong black man“ hingegen funktionierte. Auch historische Motive sorgten für hochgezogene Augenbrauen, weil Gemini etwa asiatisch gelesene Frauen in Wehrmachtsuniform zeigte, wenn man „1943 German soldier“ eingab oder schwarze Wikinger mit Dreadlocks bei der schlichten Eingabe von „viking“.
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