In der Reihe „Ama-Zone“ grübelt Tina Plewinski über die vielfältige Welt von Amazon: über Vor- und Nachteile des Online-Riesen, neue Entwicklungen, trendige Hypes, die unablässigen Machtbestrebungen des Konzerns und – im aktuellen Teil dieser Reihe – über einen Amazon-Service, den eine Discounterkette mittlerweile besser macht.
Was war das für ein Spektakel, als Amazon im Jahr 2018 seinen ersten kassenlosen Einkaufsmarkt offiziell eröffnete?! Ein Markt namens „Amazon Go“, der ein nie dagewesenes Einkaufserlebnis bot: Kundinnen und Kunden können ihre gewünschten Waren aus den Regalen herausnehmen und die Filiale dann – man höre und staune! – einfach verlassen. Durch die zahlreichen Kameras und Sensoren weiß das Ladensystem nämlich genau, welche Produkte von jeder Person mitgenommen werden. Schluss mit Schlangestehen. Schluss mit nervigem Einscannen der Waren.
Und das vermeintliche i-Tüpfelchen auf der Torte: Die Amazon-Go-Shops kommen gänzlich ohne Kassen aus, sodass die geneigte Kundschaft nicht einmal fürs Bezahlen stoppen muss, sondern einfach gehen kann. Durch eine Registrierung beim Betreten des Markts weiß Amazon genau, wer gerade einkauft und kann den fälligen Betrag dann vollkommen automatisiert vom hinterlegten Konto abbuchen.
Für den stationären Handel war das neue Amazon-Konzept damals beispiellos. Wieder hatte der Konzern etwas geschaffen, mit dem er seinen Status als Angstgegner vieler Wettbewerber festigte. Doch auch andere Unternehmen sind in den vergangenen Jahren nicht untätig geblieben und langsam scheint die Unantastbarkeit Amazons zu bröckeln.
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