Der neue Digitalisierungsindex des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: Der Digitalisierungsschub, der noch zur Zeit der Coronapandemie herrschte, ist in Stagnation übergegangen. Vor allem digitale Geschäftsmodelle haben einen Rückgang erlebt, weil sich Unternehmen in der aktuell schwierigen Lage eher konservativ ausrichten. „Eine stärkere Digitalisierung stellt in der derzeitigen Krisensituation für viele Unternehmen kein unmittelbares Instrument dar, um die Krise zu bewältigen oder die negativen Auswirkungen kurzfristig abzufedern – wie es in der Corona-Pandemie der Fall war“, heißt es laut FAZ von den Studienautor:innen.
Besonders der Punkt „Humankapital“ hat im Digitalisierungsindex stark nachgelassen, weil der Fachkräftemangel immer akuter wird. Die Stagnation der Zahlen könne ein Hinweis darauf sein, dass die deutsche Wirtschaft mit den erreichten Digitalisierungsbemühungen zufrieden ist oder aber, dass weitere Verbesserungen nur mit sehr viel Aufwand möglich sind. Dies sei aber ein Trugschluss: Im World Digital Competitiveness Ranking belegt Deutschland nur Rang 23 von 64 untersuchten Ländern.
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