Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Meinungsmacht: Medienanstalten wollen Online-Plattformen stärker überprüfen

Veröffentlicht: 02.01.2024
imgAktualisierung: 02.01.2024
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
02.01.2024
img 02.01.2024
ca. 3 Min.
Social Media
© Mactrunk / Depositphotos.com
Die Medienanstalten in Deutschland wollen Online-Plattformen künftig stärker bezüglich ihrer Meinungsmacht überprüfen.


Die deutschen Medienanstalten nehmen große Internetplattformen ins Visier. Facebook, Instagram, X und Co. müssten künftig stärker auf ihre Meinungsmacht hin überprüft werden. „Wichtig wäre in einem ersten Schritt, ein Monitoring zu beginnen, das die Effekte von globalen Plattformen beobachtet“, erklärte Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten, gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Im Fokus stehe laut Golem vor allem der Bereich der Medienkonzentration. Medienwächter beobachten bislang, ob Rundfunkunternehmen zu viel Einfluss und damit zu viel Meinungsmacht in Deutschland erlangen. Das Medienkonzentrationsrecht, um das es im Kern geht, beschränkt sich aber auf TV-Unternehmen. Das halten die Medienanstalten für überholt. Zum Wohle der Vielfaltssicherung in der Medienbranche müsse dies ausgeweitet werden. Das fordert auch Kreißig gegenüber der DPA.

Mehr zum Thema:

 

Plattformen sind längst meinungsmächtiger als TV-Sender

Die Plattformen müssten dringend einbezogen werden, da sie längst enorm großen Einfluss auf die Meinungsbildung haben. Dass sich die Meinungsbildung der Menschen immer mehr ins Netz verlagert, ist nicht neu. Schon 2019 zeigte eine Studie der Landesmedienanstalten, dass die Relevanz des Fernsehens sinkt, während das Internet rapide zulegt. Diese Entwicklung hat seitdem zugenommen.

Die aktuelle Studie zum Thema veröffentlichten die Landesmedienanstalten erst vor wenigen Wochen. Erstmals hat das Internet im vergangenen Jahr das Fernsehen in puncto Informationsbeschaffung überholt.

„Die Ergebnisse des Jahres 2023 bestätigen den bereits in den letzten Jahren erkennbaren Trend in der Mediennutzung. Auch wenn in der Gesamtbevölkerung Angebote von TV-Sendern nach wie vor der wichtigste Zugang zu Informationen zum Zeitgeschehen sind, ist das Internet erstmals die wichtigste Informationsquelle bei gleichzeitig sinkender Informationsnutzung“, erklärte Wolfgang Kreißig dazu.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 02.01.2024
img Letzte Aktualisierung: 02.01.2024
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben