Der frühe Vogel – der Branchennews-Überblick am Morgen:
- Elon Musk sammelt Geld für seinen Chatbot
- Aldi Nord hat das Interesse an X (ehemals Twitter) gänzlich verloren
- Zara startet seine Secondhand-Plattform auch in Deutschland
Obwohl Elon Musk in der Vergangenheit immer wieder vor Gefahren warnte, die von künstlicher Intelligenz ausgehen, glaubt er offenbar an die Potenziale entsprechender Systeme: Über seine Firma xAI will er einen eigenen KI-Chatbot auf den Markt bringen und auf diesem Weg dem gehypten Konkurrenten ChatGPT ein Schnippchen schlagen. Das System, das Musk bereits unter dem Namen „Grok“ vorgestellt hatte, solle „die Menschheit in ihrem Streben nach Verständnis und Wissen unterstützen“.
Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, sucht der Unternehmer nun zahlungswillige Investoren, die in Summe eine Milliarde Dollar beisteuern, berichtet n-tv mit Verweis auf eine Mitteilung, die der US-amerikanischen Finanzaufsicht SEC vorgelegt wurde. Außerdem geht aus dem Schreiben hervor, dass bislang schon 135 Millionen Dollar gesammelt werden konnten.
Im Zuge des KI-Projekts werden Elon Musk auch ganz persönliche Bestrebungen nachgesagt: Er selbst war 2015 einer der Gründungsmitglieder von OpenAI, das hinter dem bekannten ChatGPT steht. Nach einem Zerwürfnis über die weitere Kontrolle des Unternehmens verließ er OpenAI – um diesem nun mit einem eigenen Chatbot entgegenzutreten.
„Grok“ soll beispielsweise in Echtzeit auf Daten des Social-Media-Portals X (ehemals Twitter) zugreifen können, das sich ebenfalls in Musks Händen befindet. Aufhorchen lassen dürfte zudem eine jüngste Aussage des Unternehmers: Der Bot „liebt den Sarkasmus“, hatte er jüngst verlauten lassen. Er könne entsprechend auch mit Humor auf Fragen antworten. „Ich frage mich, wer es in diese Richtung gelenkt hat“, wird er weiter zitiert.
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