Als der Black Friday Mitte der 2010er Jahre nach Deutschland kam, war er noch relativ unbedeutend. Mittlerweile generiert der Handel, insbesondere der Online-Handel, an diesem Tag Umsätze in Milliardenhöhe. Die Tendenz ist steigend, wie ein Blick auf die Zahlen bestätigt. So wurden am Black Friday im Jahr 2018 laut einer IfH-Statistik 4,2 Milliarden Euro Umsatz in der DACH-Region generiert. In den Folgejahren kamen stets rund 0,5 Milliarden Euro hinzu. 2022 waren es zuletzt stolze 6,7 Milliarden, die der Handel durch das Shopping-Event umsetzen konnte. Ebenso bemerkenswert: Der Average Order Value (AOV) stieg laut AWIN von 85 Euro in 2021 auf 108 Euro in 2022 – ein Zuwachs um ganze 27 Prozent. Am Cyber Monday fiel dieser Anstieg mit 33 Prozent sogar noch höher aus. Der AOV kletterte hier auf 97 Euro.
Obwohl die wirtschaftliche Situation mit steigenden Verbraucherpreisen und Konjunkturkrise bereits seit 2022 nicht die besten Voraussetzungen für die Shopping-Week schafft, könnte gerade deswegen die Nachfrage nach speziellen Angeboten an den Rabatttagen im November hoch sein und auch Käufer auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken anlocken. Black Friday und Cyber Monday sind aber nicht nur eine Einladung für Schnäppchenjäger, sondern auch für Cyberkriminelle und Hacker. Diese versuchen, das erhöhte Transaktionsvolumen für ihre Zwecke zu nutzen. Deshalb ist die reibungslose Funktionalität der Händlerwebsites besonders in Zeiten hoher Nachfrage wichtig. Ein Ausfall, etwa durch einen DDoS-Angriff hervorgerufen, kann geplante Umsätze schnell zunichte machen.

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