Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach langen Abwägungen erklärt, beim Digitalen Euro in die sogenannte Vorbereitungsphase zu gehen, die auf zwei Jahre angesetzt ist. In dieser Zeit sollen unter anderem „das Regelwerk fertiggestellt und Anbieter für die Entwicklung von Plattform und Infrastruktur ausgewählt werden“, erklärt die EZB laut Tagesschau. Man müsse den Euro auf die Zukunft vorbereiten, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde. „Wir sehen einen digitalen Euro als eine digitale Form von Bargeld, mit der sämtliche digitalen Zahlungen kostenlos möglich sind und die die höchsten Datenschutzstandards erfüllt.“
Fest steht, dass der digitale Euro das Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen soll. Banken sollen ihn von den Notenbanken beziehen können, Verbraucher:innen in Wallets speichern und so etwa mit dem Smartphone bezahlen. Noch sind aber viele Fragen offen. „Ist es digitales Geld, also eine digitale Ergänzung zum Bargeld, das würden wir gut finden. Oder ist es ein vollwertiges Zahlverfahren, was vom Staat betrieben wird, das geht dann deutlich über eine digitale Form des Geldes hinaus und stellt die Aufteilung zwischen Staat und Privatwirtschaft in Frage und da muss man dann schon kritisch drauf schauen, was das bedeutet“, sagt etwa Jens Holeczek, Gruppenleiter Digitale Zahlungssysteme beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Unklar ist auch der Mehrwert für die Verbraucher:innen, denn digitale Bezahloptionen gibt es bereits genug, wie Digitalexperte Tobias Tenner vom Bankenverband anmerkt: „Wir haben heute bereits einen sehr effizienten Zahlungsverkehr, der durch die Privatwirtschaft vor allem gestiftet wird und das, was die EZB derzeit plant, bietet keinen wirklichen Mehrwert, Nutzen und Zweck für den Endkunden. Es ist verbunden mit gigantischen Kosten in eine völlig neue Infrastruktur und das macht nur Sinn, wenn es für alle Seiten einen essentiellen Mehrwert gibt.“ Wer die Kosten am Ende tragen soll, ist aktuell noch offen.
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FRAGE: wenn man doch schon "digital" zahlen kann, welchen Sinn macht dann ein "Digitaler" Euro????
...Außer eine geplante Währungsreform natürlich
..außer ein Handelsvorhaben der Analyse, Überwachung und Weiterverkauf der Daten, zur Finanzierung der anschwellenden Bürgergeldempfängeranzahl.
Mir fällt kein nennenswerter, positiver Nutzen ein, von unnötiger Energieverschwe ndung ganz zu schweigen.
Kriminelle freuen sich bestimmt schon, um technische Sicherheitslück en zu finden und sich ratzfatz ihre Karte oder Konto mit "digitalem Euro" vollzumachen oder direkt selber zu erstellen. Das wird nicht lange dauern, bis der Staat die ersten 500 Milliarden Minus Differenz erkennt. Wie immer...ist dann zu spät
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