Der Konflikt in Israel bestimmt die Schlagzeilen und auch in sozialen Medien gibt es derzeit kaum ein anderes Thema. Dabei häuft sich auch die Verbreitung von Falschnachrichten. Traditionell besonders betroffen davon ist X (ehemals Twitter). Deswegen sah sich die Europäische Union jetzt genötigt, ein Schreiben an Elon Musk zu schicken. Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, veröffentliche dieses nunmehr auch auf X selbst. Breton kritisiert darin die Verbreitung illegaler Inhalte und Desinformation in Bezug auf den Krieg.
Auch „gewalttätige und terroristische Inhalte“ kursieren bei X, so seien etwa Bilder im Umlauf, die vermeintlich das Kriegsgeschehen zeigen, aber ursprünglich aus Videospielen stammen. Breton fordert Musk auf, härter gegen solche Fake News vorzugehen und betont zudem die Verpflichtung für Betreiber sozialer Netzwerke, entsprechende Inhalte zu löschen und verweist dabei auf den im August in Kraft getretenen Digital Services Act. ARD-Korrespondent Nils Dampz habe in seinen Recherchen ebenfalls vermeintliche Israel-Meldungen gefunden, bei denen es sich aber um Szenen aus dem Videospiel Arma3 und um alte Bilder aus Algerien handele.
Following the terrorist attacks by Hamas against ?゚ヌᄆ, we have indications of X/Twitter being used to disseminate illegal content & disinformation in the EU.
— Thierry Breton (@ThierryBreton) October 10, 2023
Urgent letter to @elonmusk on #DSA obligations ⤵️ pic.twitter.com/avMm1LHq54
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