Bevor Elon Musk Twitter (heute X) übernahm, zeigte sich der Kurznachrichtendienst sehr verhalten, wenn Strafverfolgungsbehörden um die Übergabe von Nutzerdaten baten. Diese Politik hat sich offenbar grundlegend geändert, wie die New York Times berichtet. Die Zeitung habe von drei deutschen Staatsanwaltschaften entsprechende Informationen erhalten. Dem zuständigen Staatsanwalt in Köln zufolge, gebe X mittlerweile fast immer Daten heraus, wenn es um Hassrede geht. Vor der Musk-Übernahme sei dies fast nie der Fall gewesen.
Twitter habe in dem halben vor der Übernahme insgesamt 285 mal Nutzerdaten an deutsche Behörden weitergegeben, über die Hälfte der Anfragen aber abgelehnt. Zuletzt aber habe X in 50 bis 100 Fällen pro Monat Daten weitergegeben – und das nur in Bayern. Dabei handele es sich dann meist um Namen, E-Mail- und IP-Adressen. In Frankfurt und Köln sehe es ganz ähnlich aus. Zur Wahrheit gehöre laut Staatsanwaltschaften auch, dass die Menge an problematischen Inhalten stark gestiegen sei.
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