Bereits im dritten Quartal in Folge läuft es für den Unterhaltungskonzern Disney nicht recht rund. Das Sparprogramm, für das zuletzt etwa 7.000 Stellen gestrichen wurden, greife zwar. Der gesamte Disney-Konzern verbuchte aber einen Verlust von 460 Millionen Dollar – im Vorjahr stand hier noch ein Plus von rund 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg im dritten Quartal leicht um 4 Prozent.
Im Streaming-Geschäft konnten die Verluste im letzten Quartal immerhin in etwa halbiert werden – Disney+ verbuchte ein Minus von 512 Millionen Dollar nach knapp 1,1 Milliarden Dollar Verlust im Vorjahr, zeigen die aktuellen Geschäftszahlen. Dennoch sieht es bei dem Dienst mit Blick auf die Nutzerzahlen nicht besonders rosig aus. In den letzten drei Monaten wurden 800.000 neue Abonnements generiert, doch die Analystenerwartungen waren höher.
Neue Produktionen wie „Arielle, die Meerjungfrau“, „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ und „Elemental“ liefen finanziell offenbar deutlich schlechter als erhofft. Weltweit haben Disney+-Angebote derzeit 146,1 zahlende Nutzer:innen, errechnete Mobiflip. Starke Einbrüche bei den Nutzerzahlen gab es bei dem indischen Disney+-Dienst Hotstar, der zuletzt fast ein Viertel seiner Abonnent:innen verlor: 12,5 Millionen weniger wurden registriert. Ende Juni waren es 40,4 Millionen Nutzer:innen – etwa 21 Millionen weniger als noch im Oktober, meldet aktuell das US-Nachrichtenportal TechCrunch. Grund für den Nutzerschwund in Indien waren starke Konkurrenz beim Livestreaming von Cricket-Spielen und die Abtretung entsprechender Lizenzen.
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