Internationales Netzwerk
Der Mehrwertsteuerbetrug wurde über ein Netzwerk verschiedener Unternehmen aufgezogen: Eine Scheinfirma aus Deutschland kaufte die Autos inklusive Mehrwertsteuer. Anschließend beantragte das Unternehmen die Rückerstattung der Steuer beim deutschen Staat. Nach der Rückerstattung wurden die Autos an sogenannte „Missing Trader Firmen“ außerhalb von Deutschland verkauft. „Missing Trader Firmen“ sind nichts anderes als Scheinfirmen, die Waren für gewöhnlich aus dem EU-Ausland erwerben. Diese Firmen werden in Systeme eingebaut, die man auch strafbare Umsatzsteuerkarusselle nennt und haben lediglich den Zweck, keine Umsatzsteuer abzuführen.
Solche Unternehmen saßen im vorliegenden Fall in Italien und Ungarn und erwarben nun diese Fahrzeuge zu einem geringfügig höheren Preis als auf der ursprünglichen Rechnung angegeben. Da keine Mehrwertsteuer fällig war, war dieser Nettopreis aber immer noch attraktiv. Diese Missing Trader Firmen verkauften die Fahrzeuge dann wiederum an Privatpersonen oder andere Unternehmen weiter. Diesmal wurde eine Mehrwertsteuer draufgeschlagen. Diese Steuer wurde allerdings nicht abgeführt: Die Missing Trader Firmen behielten die Steuer als Umsatz ein und verschwanden dann.
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