Bereits seit 2021 arbeite die Bundesregierung an einer eigenen Datencloud, über welche zukünftig Verschlusssachen ausgetauscht werden sollen. Mit dem Projekt, an dem auch das Bundeskanzleramt, das Innenministerium, das Verteidigungsministerium sowie das Finanzministerium beteiligt sind, soll ein neuer Sicherheitsstandard innerhalb der NATO-Staaten geschaffen werden.
Wie Golem unter Berufung auf eine Anfrage der Unions-Bundestagsfraktion berichtet, soll die Cloud insgesamt mit Kosten von rund 315 Millionen Euro zu Buche schlagen. Für die drei georedundanten Rechenzentren sollen zudem 30 Planstellen geschaffen werden.
Über die Cloud soll künftig Verschlusskommunikation (VSK) der Geheimhaltungsstufe „geheim“ sowie Informationen mit dem Schutzbedarf „sehr hoch“ gehandhabt werden. Die einzelnen Bundesländer sollen bereits ab dem kommenden Jahr sukzessive an die Cloud angebunden werden – bis 2027 soll dieser Vorgang abgeschlossen sein.
Um den sicheren Zugang zur Cloud zu gewährleisten, liefert das Essener IT-Unternehmen Secunet hochsichere Endgeräte. Diese sollen auf dem Sina Communicator H basieren - einem Geheimtelefon mit Display, welches bereits jetzt im Kanzleramt genutzt wird. Ein zusätzlicher Krypto-USB-Stick ermöglicht eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die angewendeten kryptografischen Verfahren wurden dabei durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassen.
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