Kriminelle versuchen, die aktuell angespannte Wirtschaftslage aufgrund der hohen Inflationsrate auszunutzen: Das Landeskriminalamt Niedersachsen sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW warnen aktuell vor einer Betrugsmasche per E-Mail und einer Phishing-Website rund um ein angebliches Inflationsschutz-Förderprogramm der KfW.
Potenzielle Opfer werden demnach zunächst per E-Mail kontaktiert, deren Absender sich als Team der KfW ausgeben. Die Empfänger werden teils auch namentlich angesprochen. Die Nachricht enthält dann Informationen zu einer finanziellen Entlastungsmaßnahme, die die aktuellen Kostensteigerungen abfedern könne. Dabei soll es sich um ein angebliches „Sonder-Förderprogramm ISFP-01“ handeln. Versprochen werden im Rahmen des Schutzprogramms Summen von 400.000 Euro pro Person.
Ebenfalls ist in der E-Mail ein Button enthalten, der anschließend auf eine Webseite leitet, die den echten Seiten der Förderbank KfW nicht nur täuschend ähnlich sieht, sondern auch Elemente der echten KfW-Webseite eingebunden hat: Das betreffe etwa weiterführende Links (z. B. zum Impressum) im unteren Webseitenbereich, die dann tatsächlich auf die echten Seiten der KfW führen. Erkennbar ist die Fälschung nur über den Verifizierungs-Anbieter (SSL-Zertifikat, Herstellung einer https-Verbindung), der in gängigen Browsern über das Schloss-Symbol vor der URL abgerufen werden kann: Die Kriminellen nutzen den Anbieter „Cloudflare“. Dieser sei zwar seriös, doch: „Die echte Webseite der KfW wird von T-Systems International GmbH zertifiziert“, warnt das LKA. Erkennbar ist die Fake-Seite auch an der Webseitenadresse, die dort „kfwfoerderprogramm-portal-start-id“ enthält. Die echte URL der Kreditanstalt lautet indes https://www.kfw.de/.
Auf der Webseite könne letztlich ein Formular ausgefüllt werden, bei dem auch sensible Daten abgefragt werden, und eine Fördersumme angefragt werden. Auch eine Telefonnummer kann man hinterlegen. Ob dies tatsächlich der Fall sei, könne das LKA derzeit nicht sagen. Wer eine Fake-E-Mail bekommt, sollte diese ignorieren und keine sensiblen Daten auf der Phishing-Seite eintragen.
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