Google, Meta und Twitter müssen künftig mit strengeren Auflagen in der EU rechnen. Grund ist der Digital Services Act (DSA). Dieser gibt vor, dass Unternehmen mit mehr als 45 Millionen Nutzern als „große“ Online-Plattformen gelten und damit bestimmten Verpflichtungen und Überprüfungen unterliegen und darüber hinaus Daten für Behörden offenlegen müssen. Bis zum 17. Februar hatte die Europäische Kommission den Online-Plattformen Zeit gegeben, die Zahl ihrer in der EU monatlich aktiven Nutzer anzugeben.
Das haben die Konzerne nun getan und wenig überraschend überschreiten sie die Schwelle von 45 Millionen deutlich, wie die Tagesschau berichtet. Basierend auf einer Schätzung der letzten 45 Tage gab Twitter 100,9 Millionen Nutzer in der EU an. Meta meldete 255 Millionen aktive Facebook-Nutzer und etwa 250 Millionen bei Instagram. Google schlüsselte die Zahlen nach Diensten auf: 278,6 Millionen bei Google Maps, 274,6 Millionen bei Google Play, 332 Millionen bei Google Search, 74,9 Millionen bei Shopping und 401,7 Millionen bei YouTube.
Auch Amazon, TikTok, LinkedIn oder Wikipedia liegen über der Grenze. Die Konzerne müssen nun etwa sicherstellen, dass bestimmte problematische Inhalte schneller gelöscht werden, etwa Hassrede oder Terrorpropaganda. Kommen sie dem nicht nach, drohen Strafzahlungen.
Ebay überschreitet die 45 Millionen nach eigenen Angaben noch nicht. Das Gleiche gilt für Telegram. Zweifel gebe es laut Heise an den gemeldeten Zahlen großer Erotikportale wie Pornhub und OnlyFans. Allein Pornhub gehört zu den 15 meistbesuchten Websites der Welt, habe aber nur 33 Millionen aktive Nutzer gemeldet. Vonseiten der Europäischen Kommission stünden jetzt Nachforschungen an.
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