Mit technologischen Revolutionen ist es ja immer so eine Sache. Zu Beginn glaubt von einigen Eingeweihten abgesehen niemand an den Erfolg, ist aber tatsächlich eine kritische Masse an Nutzern erreicht, ist die Lawine schon gar nicht mehr aufzuhalten. Computer waren früher so groß wie 3-Zimmer-Wohnungen – dass sie irgendwann Büros und Eigenheime erobern würden, erwartete zunächst niemand. Die ersten Smartphones waren Spielereien für Techies, heute haben wir alle eines in der Hosentasche. Facebook war zu Beginn eine Seite, auf der männliche Harvard-Studenten Kommilitoninnen bewerteten. Heute ist Facebook zwar nicht mehr so wichtig wie noch vor ein paar Jahren, soziale Netzwerke sind aber nach wie vor die wichtigsten Anlaufpunkte im Internet.
Die Revolution klappt nicht immer. Virtual Reality war in den 90ern ein Außenseiterding mit klobigen Riesenbrillen, das eine Randerscheinung blieb. Mittlerweile setzen zwar Gaming-Studios wie auch Handelsunternehmen auf Virtual Reality und Augmented Reality, wirklich angekommen sind die Technologien aber nach wie vor nicht. Die Einstiegshürde ist groß, größer als beim Smartphone oder bei Facebook. Der Nutzen wiegt die Kosten noch nicht auf. Ähnliches lässt sich vom Konzept des Metaverse sagen. Nicht erst, seitdem Mark Zuckerberg das Metaverse von Meta als das nächste große Ding angekündigt hat, wird das Konzept von immer mehr Unternehmen vorangetrieben. Doch bei den Nutzern hapert es häufig schon an der Antwort auf die Frage, was das Metaverse überhaupt ist und wofür es gut ist. Ob sich das in naher Zukunft ändert, ob die kritische Masse an Interessierten irgendwann erreicht wird, ist fraglich – und das hat gute Gründe.


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