Im Oktober dieses Jahres erfolgte ein Cyber-Angriff auf die Verwaltung des Rheinland-Pfalz-Kreises um Ludwigshafen, der noch immer Auswirkungen zeigt. Vollständig überwunden wird der Angriff wohl erst bis Ostern 2023, so schätzt der Landrat Clemens Körner (CDU) laut Heise Online. Gleichzeitig haben Land und Kommunen erste Schritte eingeleitet, um die IT-Sicherheit zu stärken.
„Von unseren Erfahrungen können alle Kommunen in Rheinland-Pfalz lernen“, erklärt Körner. Es wurde bereits eine Arbeitsgruppe zur IT-Sicherheit mit den kommunalen Spitzenverbänden gebildet. Deren Leitung übernahm der Staatssekretär im Digitalministerium, Fedor Ruhose. Er betonte, dass man „von der Prävention bis zur Notfallreaktion handlungsfähig sein“ müsse. Zunächst erfolge nun eine Bestandsaufnahme, dann soll ein mobiles Reaktionsteam entwickelt werden, das schnell auf Cyberangriffe reagieren könne.
Kriminelle hatten am 24. Oktober eine Cyber-Attacke auf die Kreisverwaltung in Ludwigshafen durchgeführt. Dabei setzten die Täter eine sogenannte Ransomware ein, durch die Daten verschlüsselt wurden. Bis heute ist die Website der Kreisverwaltung nur eingeschränkt verfügbar.
Körner rät in einer ersten Empfehlung dazu, Daten dezentral zu organisieren. Zudem sollen Verwaltungen nun ihren Datenfriedhof aufräumen. „Daten, die man nicht mehr speichern muss, können nicht gehackt werden“, so der CDU-Politiker. Zudem führe sein Kreis nun eine Datenüberwachung rund um die Uhr ein – daran sollen andere Kommunen sich ebenfalls ein Vorbild nehmen.
Kommentar schreiben