Im vergangenen Sommer bereitete die EU eine Prüfung von Wettbewerbsverstößen durch Facebooks Marketplace vor. Offenbar hat sich der Facebook-Mutterkonzern Meta nun an die EU-Kartellbehörden gewandt, um die Untersuchungen beizulegen, wie Reuters mit Verweis auf Insider berichtet. Konkret geht es um die Verwendung von Kundendaten und die Kopplung des Kleinanzeigen-Angebots Marketplace an Facebook. Bislang hätten die Gespräche aber keine Fortschritte gebracht, heißt es. Auch äußerten sich aktuell weder die Europäische Kommission noch Meta zu dem Vorgang.
Es steht die Frage im Raum, ob Facebook einerseits Daten von Werbetreibenden nutzt, um damit im Kleinanzeigen-Segment die Konkurrenz auszustechen. Und ob das soziale Netzwerk darüber hinaus den Marketplace mit Facebook selbst verknüpft, um Konkurrenten quasi auszuschließen und die Nutzer zum eigenen Kleinanzeigen-Angebot zu lotsen. Wie mit der Sache vertraute Personen gegenüber Reuters erklären, bereite die Europäische Kommission eine entsprechende Anklage gegen Meta vor.
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