Live und in Farbe – auch wenn Churchill es nicht wollte
Trotz ihrer Rolle als Monarchin und ihrem tiefen Traditionsbewusstsein hat Elizabeth II. aber den Wandel in die Moderne nicht gescheut. Im Gegenteil: Mehr als nur einmal war die Queen es, die modernste Technologien als erste nutzte oder gar ihren Einsatz forcierte. Das zeigte sich bereits bei ihrer Krönung im Jahr 1953: Entgegen der Meinung und des Rats ihres Premierministers Winston Churchill, bestand die junge Monarchin darauf, ihre Krönung live im Fernsehen zu übertragen – und zwar in voller Länge. Damit sollte dem Volk nicht nur die Prozession im Freien, sondern auch die als heilig angesehene Krönungszeremonie in Westminster Abbey per Live-TV gezeigt werden. „Nichts sollte zwischen ihrer Krönung und dem Recht ihres Volkes, daran teilzuhaben, stehen“, schreibt Historic UK.
Zudem wurden experimentelle 3D-Kameras und Kameras, die in Farbe aufzeichnen konnten, eingesetzt. Für das britische Fernsehen ein Meilenstein: Millionen Menschen sahen die Krönung live, viele kauften sich extra dafür einen Fernseher oder mieteten die Geräte.
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