Der ehemalige Twitter-Mitarbeiter Ahmad Abouammo soll persönliche Daten von Nutzern an Saudi-Arabien verkauft haben. Vor einem Geschworenengericht in San Francisco wurde der Mann nun schuldig gesprochen, berichtet die FAZ. Er habe sich unter anderem der Geldwäsche, des Betrugs und der illegalen Agententätigkeit für eine ausländische Regierung schuldig gemacht, so die Ansicht des Gerichts. Das genaue Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.
Abouammo und ein weiterer ehemaliger Twitter-Mitarbeiter sollen 2014 von saudischen Vertretern kontaktiert worden sein. Sie wurden aufgefordert, interne Nutzerdaten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten anonymer Accounts weiterzugeben. Dahinter steckte offenbar der Versuch, anonyme Regime-Kritiker zu identifizieren. Für die Daten soll Abouammo 100.000 US-Dollar in bar und eine Uhr im Wert von 40.000 Dollar erhalten haben.
Die Anwältin des Angeklagten erklärte, ihr Mandant habe nur Geschenke angenommen, nachdem er seinen Job als Kunden-Manager gemacht habe. Die 100.000 Dollar und die Uhr habe er zwar angenommen, im saudischen Kulturkreis sei das aber nur „Kleingeld“, so die Anwältin. Staatsanwalt Colin Sampson argumentierte dagegen, dass Abouammo „seine Position an einen Insider“ aus dem Umfeld des saudischen Kronprinzen verkauft habe.
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