Vor vier Jahren wurde die DSGVO eingeführt. Sie sollte alles besser machen. Persönliche Daten sollen besser geschützt werden, Nutzer sollen selbst entscheiden können, was mit ihren Daten passiert und Unternehmen sollte der Handel mit Nutzerdaten erschwert werden. Dass vier Jahre später einer YouGov-Umfrage zufolge vier von zehn Menschen nicht davon ausgehen, dass ihre Daten nun besser geschützt sind – kaum überraschend. Denn die Art und Weise, wie die DSGVO bei den Nutzern ankommt, sorgt nach wie vor mindestens für Gleichgültigkeit, viel häufiger aber für Zähneknirschen.
„Cookie-Banner finden mehr als die Hälfte der Deutschen ätzend“, schreibt die Kollegin Hanna Behn und bringt das Problem damit auf den Punkt. Mit den Cookie-Bannern haben es Gesetzgeber, Webseitenbetreiber und Datenhändler geschafft, die DSGVO quasi auszuhebeln, denn sie sorgen dafür, dass viel zu viele Menschen einfach nur entnervt auf „Akzeptieren“ klicken, um die dahinter liegende Seite sehen zu können. Wie viele von Ihnen klicken sich tatsächlich auf jeder Seite neu durch die Cookie-Richtlinien, um wirklich nur das Notwendigste preiszugeben? Ich habe mal mitgestoppt und habe es auf einigen Seiten tatsächlich geschafft, fast fünf Minuten Berechtigungen wegzuklicken, bevor ich auf die Webseite gekommen bin.
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